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‹berblick meiner Kilimanjaro und Sansibar-Reise 2009 im afrikanischen Land Tanzania. Die Bilder
der Reise findet man im Menu unter 'fotos', einen Reisebericht unter 'reisebericht'

 

"Kilimanjaro" - Wer kennt diesen Namen nicht ?! Jedermann weiß, dass es der höchste Berg Afrikas ist, dass er unter tropischer Sonne fast 6.000 Meter aufragt, aber dennoch Schnee und Eis seinen Gipfel krönen. Auch für mich war er von klein auf ein Begriff, denn mit 5 Jahren habe ich mit dem Sammeln von Sanella-Bildern begonnen und Afrika war der erste Sammelband. Da ich ab dem ersten Bild auf persönlichem Einkauf von Sanella-Margarine bestand, hielt ich auch bald das eindrucksvolle und mir noch heute vor Augen stehende Bild vom schneebedeckten Kilimanjaro samt Giraffe und Akazienbaum (im Vordergrund) in der Hand. Schon damals war mir klar, dort muss ich irgendwann mal hin.

Nun, der arme Kilimanjaro musste immerhin noch 60 Jahre warten, bis ich meine Aufwartung machen sollte. Nicht mal ich war der Initiator für den Besuch, sondern Peter und Arnd aus Bonn. Mundgerecht hatten die Beiden schon alles vorbereitet; ich (als Jüngster der Dreierbande) brauchte nur noch meine Teilnahme zusagen. Wie soll ich da "nein" sagen können. Also wird bei dem Reiseveranstalter Elefant-Tours eine Besteigung des Kilimanjaro auf der Marangu-Route - unverschämterweise auch Coca-Cola-Route genannt - gebucht. Und wenn wir schon in Tanzania sind, warum dann nicht ein paar Tage auf der Insel Sansibar dazu buchen? Das Ocean Paradise Resort wäre doch was, ist unser aller Gedanke. Gesagt, getan. Damit steht unsere Abenteuerreise vom 27. Januar bis 9. Februar 2009. Eine Woche vor dem Abflug wird noch ein Höhentraining im Institut Höhenbalance Köln absolviert (das gibt's nämlich auch), dann sind wir drei Opas bereit, uns von Condor nonstop zum Kilimanjaro fliegen zu lassen. - (Die nachfolgenden blauen Links rufen die entsprechenden Seiten meiner Bildergalerie auf.)

Zwischen Arusha und Moshi liegt der Kilimanjaro-Airport, der kurz nach Tagesanbruch erreicht ist. Ein Kleinbus nimmt uns auf und über Moshi geht die 2-stündige Fahrt bis zum Dörfchen Marangu, dem Ausgangspunkt für unser Abenteuer 'Kilimanjaro'. Ausruhen in idyllischer Umgebung ist für heute noch angesagt, denn morgen soll es bereits aufwärts gehen. Schneebedeckt grüßt der Kilimanjaro schon in voller Erhabenheit zu unserem Hotel herüber und läßt mich doch etwas bange werden. Auch der zweite Gipfel, der Mawenzi, zeigt sich uns in voller Pracht. Sehr früh heißt es aufstehen. Eine kurze Fahrt bringt uns bis zum Eingangstor des Kilimanjaro Nationalparks auf ca. 1.900 m Höhe. Die schwarze Mannschaft aus Führern, Trägern, Koch und Waiter wartet schon auf ihre Schäfchen. Die Sonne lacht, als wir in den üppigen, begeisternden Regenwald eintauchen und so wird es auch bis zu den Mandara-Hütten in 2.720 m Höhe bleiben.

Ca. 11 Kilomenter Strecke und gut 1.000 Höhenmeter stehen am Folgetag zur Bewältigung an. Die Horombo-Hütten in 3.700 m Höhe sind das zu erreichende Ziel. Gestern war der Regenwald um uns, heute geht's durch offeneres Gelände weiter aufwärts, niemals steil, dafür aber stetig. Und pole, pole (langsam, langsam) ist nicht nur unser geflügeltes Wort. Das Wetter meint es ganz gut mit uns. Erst gegen Mittag ziehen Wolkenschwaden die Berghänge entlang und es wird kalt. Probleme hat Gott sei Dank keiner von uns, nur der Weg zieht sich endlos. Erst am späten Nachmittag tauchen die fast schwarzen Dächer der Horombo-Hütten auf. Reichlich Betrieb ist hier oben. Aus aller Welt kommen die Mutigen, die es wissen wollen. Einen Tag zur Akklimatisierung gönnen wir uns auf Horombo, nutzen ihn aber dennoch zu einer Wanderung bis zu den Zebra Rocks, kleine 400 m höher.

Es beginnt der lange Tag der Wahrheit. Tagsüber heißt es, bis zur Kibo-Hütte in 4.700 m zu kommen und ab 23.00 Uhr in der Nacht den Gipfel des Kilimanjaro in 5.895 m Höhe zu bezwingen, um ihn jedoch umgehend wieder zu verlassen und bis nach Horombo abzusteigen. Von wegen Coca-Cola-Tour. Ca. 11 Kilometer sind es von Horombo bis zur Kibo-Hütte. Um ehrlich zu sein, ich habe noch immer Spaß an der Wanderung, die jetzt lange Zeit zwischen dem Mawenzi und Kilimanjaro moderat nach oben führt. Höhen- oder sonstige Probleme spüre ich nicht. Immer näher rückt das Gipfelmassiv des Kilimandscharo heran. Leider auch die Wolken, die schon große Teile des Berges verschluckt haben. Irgendwann tauchen auch wir in die Wolken ein. Es wird trübe und dunkler. Die Kibo-Hütte ist jedoch erreicht.

Auch hier herrscht ordentlich Betrieb. Jeder der Neuankömmlinge will in einem der 12-Bett-Zimmer der einfachen Kibo-Hütte untergebracht werden. Doppelstöckig wird geschlafen, wenn man denn schlafen kann. Draußen fängt es an, kräftig zu schneien und zu stürmen, hört bald aber wieder auf. Um 22.30 Uhr ist wecken. Kurz nach 23.00 ist Abmarsch. Hinein in die Dunkelheit und schon geht's kräftig aufwärts und wird nicht mehr aufhören. So steil war es bisher nie. Wie an einer unendlich hohen Wand sehe ich hoch und höher über mir in Zeitlupe wandernde Sterne. Wo sind es noch Menschen, wo beginnen tatsächlich die Sterne? Ein Bild, das mich trotz der Anstrengung fasziniert. Peter muss bei 5.000 m zurück; seine Beine sind wie Gummi. Arnd und ich erreichen die Hans Meyer Höhle. Und weiter geht's steil aufwärts. Kein Ende ist in Sicht. Ich will nicht mehr. Arnd überredet mich. Die wandernden Sterne bleiben wie eh und je hoch über uns, obgleich mindestens eine weitere Stunde rum ist. Arnd hat Kopfschmerzen, er fühlt sich nicht gut und muss zurück. Auch ich bin körperlich fertig. Ein Blick nach oben zu den immer noch wandernden Sternen überzeugt mich endgültig. Wir geben beide in etwa 5.600 Meter Höhe auf und erreichen bei Morgengrauen wieder die Kibo-Hütte und am Nachmittag mit Peter zusammen auch die Horombo Huts.

Eine letzte, diesmal frustrierte Übernachtung auf Horombo, dann geht's auf dem schon bekannten Pfad weiter hinab bis zum Eingangstor. Ins Marangu Hotel schaukelt uns dann der Bus. Und dort genehmigen wir uns zum Trost gleich ein Bier mit dem aufregenden Namen 'Kilimanjaro'. In Gedanken sind wir jedoch bereits auf der Insel Sansibar, die aber erst morgen nach einstündigem Flug erreicht wird. Unser Quartier auf Zanzibar, das Ocean Paradise Resort, hat etwas von einem Traum. Man braucht sich nur die Bilder anzusehen. Wir genießen den Aufenthalt. Eine Tagesfahrt durch die Insel zur Hauptstadt Zanzibar City mit der berühmten Altstadt Stonetown lassen wir uns natürlich nicht entgehen, ebenso wenig den Besuch einer Farm für Gewürze. Ansonsten heißt es Faulenzen, Faulenzen und einfach Vergessen, was die Pleite am Killimanjaro betrifft.

Einen ausführlichen Bericht über den Kili und Sansibar findet man unter 'reisebericht'


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