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Seite 2 vom Bericht Malaysia - Kalimantan







Unsere Reise nach Malaysia mit Borneo


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Kuala Lumpur ~ Taman Negara NP



Richtige Wüste haben Gabi und ich ja schon einige Male kennen und schätzen gelernt. Das Gegenteil, der tropische Urwald, ist bislang von uns aber recht stiefmütterlich behandelt worden. Lediglich am Rio Napo in Ecuador hatte ich schon etwas Urwaldluft geschnuppert, jedoch auf recht bequeme Art. Die grüne Hölle so richtig erleben und ein paar Tage drin zu hausen, das muß mal sein. Eine passende Tour findet sich in den Prospekten über Malaysia. Ein Trekking im Urwald des Taman Negara NP und mit Booten zu den ehemaligen Kopfjägern im tiefsten Busch der Insel Borneo. Das iss's !

 click, für großes Bild in neuem Fenster Nonstop geht unser Flug von Frankfurt nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Gleich am Flughafen ist Gabi's und meine Freude groß, sind wir doch mit Abstand die Jüngsten der Gruppe von 7 Personen. Und wenn das korpulente Pärchen den geplanten Urwaldtrack im Taman Negara Nationalpark überlebt, dann wir sicher auch. Kuala Lumpur ist eine saubere und angenehme Stadt mit ca. 1 Mio Einwohnern (Stand 1999) und damit auch die Größte von ganz Malaysia. Das Land Malaysia ist quasi zweigeteilt, ein Teil liegt auf dem Festland von Asien, der andere auf der Insel Borneo oder wie man heute oft sagt Kalimantan. Zusammen haben sie etwa die Fläche von Deutschland. Modern und historisch zeigt sich Kuala Lumpur, das erst um 1850 von Zinnsuchern gegründet worden ist. Uns ziehts jedoch hauptsächlich auf die Märkte von Kuala Lumpur, die alles zu bieten haben, vor allem billigste - aber keineswegs schlechte - Imitate von Uhren und Klamotten der Nobelmarken. Unsere Reiseleiterin ist Alexandra, eine Chinesin, mit großem und feinem Appetit, so dass wir uns um das Essen absolut keine Sorgen machen müssen. Chinesen gibt es in Malaysia übrigens reichlich, nämlich ca 1/3 der gesamten Bevölkerung, die etwa 16 Millionen Menschen beträgt. Malaien und Inder sind die anderen großen Volksgruppen.

 click, für großes Bild in neuem Fenster Ein Besuch der riesigen Batu Höhlen ganz in der Nähe von Kuala Lumpur ist natürlich auch für uns ein Muß. Viele Stufen sind hier erst mal zu überwinden, um in die gewaltige Tempelhöhle zu gelangen. Schade nur, dass das Hindu Festival Thaipusam erst Ende Januar gefeiert wird. - Die Fahrt zum 4000 qkm großen Taman Negara Nationalpark steht heute auf dem Programm. Der Bus schaukelt uns auf guter Straße tief in die malayische Halbinsel hinein. Sehr bergig und grün ist das Land. Ab dem Ort Maran geht die Fahrt in nördliche Richtung bis nach Jerantut, der Endstation für jeden Bus. Wer weiter will, dem bleibt nur ein Umsteigen auf Boote. Und da wir weiter wollen, steigen wir denn auch - nach einem kurzen Rundgang in Jerantut - in die mit Planen bedachten Boote auf dem Tembeling Fluss um.
Mit hoher Geschwindigkeit rauschen die Boote los, immer flussauf. Braun ist das Wasser, da die hohen Uferböschungen aus Erdreich bestehen und stetig vom Fluss angeknappert werden. Nach 2 Stunden sind nur noch selten Felder am Ufer auszumachen. Urwald, üppiges, grünes Buschwerk, überragt von hohen und höchsten Bäumen säumen jetzt den Tembeling. Wohltuend der Fahrtwind, der uns auf den nach allen Seiten offenen Booten umgibt, denn die Sonne ist heiß und die Luftfeuchtigkeit nimmt zu. Bergig wird die Umgebung und nach etwa 4 Stunden tauchen hoch über dem Fluss im Busch einige Häuser auf. Das erste Ziel im Taman Negara NP ist erreicht; es ist die einzige Lodge weit und breit.

 Bitte klicken Fast eine Woche werden wir hier im Urwald des Taman Negara NP verbringen. Heiß und feuchtschwühl ist es und der Schweiß rinnt, obgleich wir noch keinen einzigen Schritt in dieser grünen Hölle gemacht haben. Auf dem Weg zum Zimmer schlängelt sich zur Eingewöhnung auch noch eine lange, dafür aber besonders dünne Schlange seitlich ins Gebüsch. Das Geschnalze im Schlafgemach freut uns hingegen; ist doch ein Moskitos fressender Gecko bei uns. Eine Höhlenbesichtigung mit Fledermäusen drin füllt den Vormittag aus und die erste Bekanntschaft mit Blutegeln. Man merkt die Egel nicht und diese Viecher schlüpfen überall durch. Sie sitzen einem sowohl auf dem Bauch als auch in den fest zugeschnürten Schuhen - wenn auch platt. Nur in der Sonne ist man vor ihnen gefeit, ansonsten greifen sie an, wo immer sie Blut riechen. Nach Entdeckung meines ersten Blutsaugers am Bein bekomme ich vor Ekel gleich mal ein Herpes an der Lippe. Nachmittags noch eine gemütliche Bootsfahrt durch dichten Dschungel und dann eine letzte Nacht in der Lodge. Die nächsten 4 Nächte werden dem Zelt im feuchtheißen Busch und den Moskitos gehören. Denn weitere Schlangen oder Tiger, Elefanten, Nashörner - es soll sie alle im Taman Negara geben - haben wir nicht zu Gesicht bekommen :-)

 Bitte klicken Wir lassen die Lodge hinter uns und mit zwei flachen Booten sowie starken Außenbordmotoren rauschen wir weiter den Tembeling aufwärts. Urwald links und rechts; ab und an einige Hütten und kleine Felder auf der Uferböschung. Hier wohnt die Urbevölkerung, die man Orang Asli nennt. Um die 50.000 Orang Asli soll es noch geben. Eine Rast wird zwischendurch mal eingelegt und weiter geht's bis gegen Abend. An einer kleinen Siedlung der Orang Asli ist für heute Schluß und wir bauen die Zelte auf. Eine Art Kneipe gibt es hier sogar, doch es ist absolut tote Hose darin. Gott sei Dank haben Gabi und ich aber unsere Pulle Osborn dabei und wir genehmigen uns einen kräftigen Schluck im nicht einsehbaren Zelt. Wenn wir sie schon über die Windigen Berge des Tamannegara schleppen, wollen wir den Inhalt auch allein genießen. Dieter hatte übrigens denselben Gedanken, wie sich irgendwann herausstellen sollte. 2 Stunden Bootsfahrt stehen heute noch an, zunächst bei herrlichem, lichtem Morgennebel bis die Sonne durchbricht. Eine Sandbank ist Endstation und die Boote fahren ohne uns den Tembeling zurück. Der Führer und drei Träger wollen mit der Gruppe den Taman Negara Urwald, den ältesten Urwald der Welt wie es heißt, bezwingen.

 Bitte klicken Alle eigenen Sachen inklusive das Zelt müssen wir selbst schleppen, die Träger sind nur für den Allgemeinbedarf zuständig. Einen Teil der Klamotten haben Gabi und ich deshalb schon in Kuala Lupur gelassen und nur Weniges in den Rucksack gepackt. Unser korpulentes Ehepaar hat sich offenbar nur schwer von Sachen trennen können, denn 2 volle Rücksäcke werden geschultert und die Phototasche dazu; allein Letztere schwerer als meine ganze Habe mit Pocketkamera. Na, viel Vergnügen. Dicke Lederhandschuhe, wegen der Stacheln im Urwald, werden übergestreift und los geht die Tour. Der Schweiß strömt, genau so wie das Flüsschen, an dem wir hier entlang wandern. Mal hoch drüber, mal unten am Ufer entlang.
Üppigstes Grün umgibt uns und wir staunen über die Vielfalt der Natur. Noch ist ein kleiner Pfad auszumachen, dem wir folgen. Klatschnass ist mittlerweile wirklich alles auf dem Körper; meine Begeisterung, endlich mal Urwald pur zu erleben, schmälert es jedoch nicht. Das Flüßchen muß durchquert werden und bis unter die Arme stehe ich dabei im Wasser. Erika und Bartel mit hoch erhober Phototasche folgen mir vorsichtig. Erika kreischt auf; sie hat keinen Boden mehr und schwimmt durch die Luft im Rucksack getragen. Meine Hand rettet sie. Bartel tappt daneben, die Kamera und Phototasche verschwinden im braunen Wasser, der Rucksack ebenfalls. Das Fluchen von Bartel werden wir noch öfter hören, denn ab jetzt trägt er schweren Müll mit sich herum. Die Kamera hat den Geist aufgegeben und wird erst wieder in Kualalumpur einen Klick sagen. Er kann sich aber trösten, denn auch die anderen Kameras geben nach und nach den Geist in der Feuchtigkeit auf. Allein meine kleine Pocket macht klick, wann immer ich es möchte

 Bitte klicken Wir tappen durch die grüne Hölle, die mal offener, mal dichter und mal ganz zugewachsen ist. Wir folgen dem kaum mehr sichtbaren Pfad oder der Schneise der Träger, übersteigen verrottete Baumstämme, krabbeln drunter durch oder müssen um quer liegende Urwaldriesen herum. Ameisen fallen vom Baum und schon wieder hab ich eine Mücke und dann noch eine erwischt. Bedenken wegen Schlangen oder sonstigem Viehzeug kommen eigentlich nicht auf, was mich doch etwas verwundert. Eine kleine Farnlichtung wird als Nachtplatz auserkoren und die Zelte werden aufgebaut. Bis zum Abendessen geht jeder seiner Beschäftigung nach: Bartel flucht und reinigt an seiner Kamera, Dieter schaut nach Pflanzen und Orchideen, die ihn als Gärtner besonders interessieren, die drei Damen sind mit Karl am Waschen ihrer dreckigen Klamotten und ich erkunde die nähere Umgebung. In der Nacht schüttet es von Himmel und es wäre sicher ganz gemütlich im Zelt, wenn man es etwas offen lassen dürfte. So haben wir zwar kein Viehzeug drin - bis auf eine Mücke - aber es ist stickig feucht-heiß.

 Bitte klicken Heute geht es über die Windigen Berge des Taman Negara. Immer höher geht es hinauf. Der Urwald wird lichter. Dennoch hat Karl Probleme, wie wir so beiläufig bemerken. Und zwar in seiner Hose. Dummerweise hat er gestern seinen gewendeten Schlüpfer zum Trocknen auf einen Busch gelegt, dem feinste Härchen mit Widerhaken eigen sind. Nach erneuter Wendung des Schlüpfers ist Karl noch gestern Abend in selbigen hinein gestiegen und hatte nun den Salat an den empfindlichsten Gliedern und im Schritt. Mit Lesebrille und Stirnlampe soll Christa die halbe Nacht im Zelt gezupft haben, ohne jedoch vollen Erfolg zu erzielen. - Stunden sind wir jetzt schon unterwegs, aber nur unsere Begeisterung ist abgekühlt. Bartel hat eine graue Gesichtsfarbe bekommen und sein schwerer Rucksack ist an beiden Seitennähten sauber und gleichmäßig aufgerissen und nach hinten weg geklappt. Ohne meinen Gürtel laufe ich weiter, da Bartels Rucksack nun mal irgend einen Halt braucht.

 Bitte klicken Bartel und Erika laufen jetzt als Letzte über die Windigen Berge. Immer wieder schaue ich mal zurück nach ihnen, um Verbindung zu halten. Und dann sind sie verschwunden. Ich rufe nach vorne und eile bergauf zurück. Die Beiden sind geradaus weiter gelaufen, wie ich mir fast schon gedacht habe, statt abwärts nach rechts zu gehen. Sie laufen nur noch mechanisch und sind fix und fertig, als ich sie erreiche. Was aber wäre gewesen, wenn ..? Wir alle sind erschlagen, doch der steile Berg nach unten hört nicht auf. Von Busch zu Busch müssen wir uns jetzt hinab hangeln. Christa fällt hin, liegt wie ein Käfer auf dem Rücken und schafft es alleine nicht mehr hoch. Ich friere mittlerweile im Urwald vor Erschöpfung. Auch Gabi will und kann kaum mehr. Unter uns taucht an einem Wasserfall endlich das Lager auf. Das Zelt schnell aufbauen und hinein legen ist nur noch unser Gedanke. Bis mir die Pulle Osborn einfällt. Ein kräftiger Zug wird genommen. Ein heißes Nudelsüppchen wird zudem gereicht und allmählich erwachen die Lebensgeister wieder.

 Bitte klicken Noch 1 1/2 Tage sind wir im Busch, dann erreicht uns die Zivilisation in Form einer Waldrodung, die so komplett ist, dass wir durch reine Wüste laufen. Mein Trost: Hier gibt's jedenfalls keine Blutegel mehr. In dem Ort Madang ist Endstation unserer Urwalderfahrung im Taman Negara Nationalpark. Eine letzte Übernachtung im Zelt und der Bus bringt uns an die Ostküste von Malaysia. Entspannung, Erholung unter Palmen am Meer steht auf dem Programm. Die Städte Kota Terengganu und ganz im Norden von Malaysia Kota Baharu oder Kota Bharu werden besucht, da das Wetter leider nicht so toll ist, um am Strand zu liegen. Über Chaterang und Kuantang - ebenfalls an der Ostküste - geht die Fahrt zurück nach Kuala Lumpur. Die riesige, exotische Insel Borneo wartet schon sehnsüchtig auf uns.

Das selbe Hotel und auch die hier deponierten Klamotten erwarten die Gruppe in Kuala Lumpur wieder. Alexandra, die uns den Urwaldtripp alleine hat machen lassen, will zur Wiedergutmachung heute ganz Besonders bieten und läd zu einem vorzüglichen, malaysischen Essen am Abend ein. An großem, rundem Tisch nehmen wir - wie üblich in Malaysia - Platz und dann wird aufgefahren. Tausend Tellerchen und immer wieder neue, gefüllte Platten kommen auf den Tisch. China läßt grüßen, auch wenn ich alsbald die Eßstäbchen mit normalem Besteck tausche. Ich komm mit den Dingern einfach nicht klar und hab auch keine Lust, jedes Reiskorn einzeln zu essen. Bis oben hin gefüllt wird anschließend noch ein Spaziergung über einen der Märkte gemacht und Alexandra - an den Garküchen und Erdnußständen wieder in ihrem Element - erklärt dies und das und wie alles so schmeckt.

In diesem Bericht sind nicht alle Bilder ausgewiesen. Unter dem Link 'photos' findet man die gesamte Bildergalerie

Fortsetzung: Sarawak auf Borneo


 



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