Malaysia mit Borneo


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Der Staat Malaysia besteht eigentlich aus zwei getrennten Teilen, einem Wurmfortsatz von Asien auf dem Festland und dem nördlichen Teil der Rieseninsel Borneo. Dazwischen liegen gut 600 km offenes Meer. Unsere Reise beginnt auf dem Festland, denn dort befindet sich die Hauptstadt von Malaysia mit dem Namen Kuala Lumpur. 2 Tage sind für Kuala Lumpur vorgesehen, dann startet die kleine 7-köpfige Gruppe mit dem Bus in Richtung Taman Negara Nationalpark, quer durchs Festland. Der Taman Negara NP hält den ältesten Urwald der Erde für uns bereit und ist ab dem letzten Außenposten der Zivilisation, dem Städtchen Jerantut, nur noch mit dem Boot zu erreichen. Der Fluss Tembeling dient jetzt dem Fortkommen. Irgendwann ist auch damit Schluss, folglich schultern wir die Rucksäcke und tappen los. Fünf Tage sind wir im Urwald des Taman Negara getappt. Eine wirklich anstrengende Tour und ständig verfolgt von gierigen Blutegeln. Auch die Orang Asli, die Ureinwohner, haben wir im Busch getroffen und die Zelte bei ihnen aufgeschlagen. Die Ostküste von Malaysia bei der Stadt Kota Bharu (Baharu) und Terengganu wird unser nächstes Ziel und dort hin gibt es wieder Straßen. Zurück nach Kuala Lumpur folgen wir erst der Küste in südlicher Richtung bis zur Stadt Kuantan und anschließend - man will es kaum glauben - wird in 4 Stunden paktisch ganz Asien durchquert, fast bis an die Westküste. Ein Flug steht uns am Folgetag bevor. Es geht rüber auf die riesige Insel Borneo, die sich Indonesien und Malaysia teilen. Bereits nach einer Stunde taucht Kuching, die Hauptstadt von Sarawak, im Dunst auf.

Sarawak im nördlichen Borneo ist Landesteil von Malaysia, ebenso wie Sabah. Mit einem Speedboot rauschten wir von Kuching aus übers Meer bis nach Sibu, einer Stadt nahe der Mündung des Rajang River. Sibu ist Endpunkt für die Hölzer, die im Urwald von Sarawak geschlagen werden und in langen Flößen den Rajang herunter kommen. Wir dagegen fahren den Rajang Fluss in rasanten Booten hinauf, bis ins Zentrum von Sarawak, dem Ort Kapit. Ab Kapit ist nur noch Urwald. Hier wohnen die ehemaligen Kopfjäger auch heute noch in Langhäusern und das Leben spielt sich darin ab. Wir nächtigen ebenfalls im Langhaus, wenn auch etwas makaber; die abgeschlagen Köpfe der Feinde aus früherer Zeit baumelten über uns. Es ist der Stamm der Ibans, der uns Quartier gibt. Tätowierungen an Arm, Bein und Körper sowie lang gezogene Ohrläppchen sieht man fast nur noch bei Älteren, der Nachwuchs interessiert sich fürs Moderne. Noch tiefer als Kapit und Belaga dringen wir auf dem Rajan River in Sarawak ein, fast bis an die Grenze zu Indonesien. Kalimantan sagt man in Indonesien zur Insel Borneo, deren größerer Teil auch zu Indonesien gehört. Neben den Ibans leben weitere Volksstämme in Sarawak, die ebenfalls Kopfjäger waren, wie die Dayak und Kayan (Dayaks und Kayans).

Über Kapit geht die Reise in Sarawak wieder auf dem Rajang River zurück bis nach Sibu. Ein herrlicher Flug über die Urwälder von Sarawak und das kleine, aber reiche Brunei bringt uns in der dritten Woche nach Kota Kinabalu in Sabah. Shaba, auch ein Landesteil von Malaisya auf Borneo - Kalimantan, ist bekannt für seine Orang Utang und den höchsten Berg in S/O Asien, den 4.101 m messenden Mount Kinabalu. Ein phantastischer Weg führt nach oben durch alle Zonen der Vegetation bis ins Eis. Ein Hotel in 3.300 m Höhe dient der Übernachtung vor dem Gipfelsturm des Mount Kinabalu. Absolut empfehlenswert ist dieser Aufstieg, auch wenn es saukalt auf dem Mount Kinabalu unter dem Äquator wird. Noch am selben Tag liegt man 4.101 m tiefer dann am Strand bei Kota Kinabalu und holt sich seinen Sonnenbrand ab. Ein letzter Flug in Malaysia bringt die Gruppe von Sabah wieder nach Kuala Lumpur auf das Festland zurück. Noch einige Tage Erholung auf der Insel Penang an der Westküste schließen sich für mich vor der Heimreise an. Als überzeugendes Urlaubsziel kann ich Penang jedoch nicht bezeichnen.

Mein Fazit: Malaysia ist ein tolles Ferienland und bietet eigentlich alles. Um nur am Strand von Penang oder einer anderen Insel zu liegen, dafür ist Malaysia aber viel zu Schade.